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Solaranlage bestellen ordnet die Fakten ein: Was bedeutet das konkret für Schweizer Hauseigentümer? Hier die wichtigsten Punkte, neutral aufbereitet — ohne Verkaufsdruck.
Am 9. Juni 2024 hat das Schweizer Stimmvolk den Bundesbeschluss über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien — den sogenannten Mantelerlass — mit 68,7 % Ja-Stimmen deutlich angenommen. Das Gesetz tritt schrittweise ab dem 1. Januar 2025 in Kraft und enthält erstmals eine bundesweite Solar-Pflicht für bestimmte Neubauten. Damit reagiert die Schweiz auf zwei Herausforderungen: die mittelfristige Stromlücke durch den Atomausstieg und die Klimaziele 2050.
Die bundesweite PV-Pflicht greift bei Neubauten mit mehr als 300 m² Geschossfläche sowie bei umfassenden Dachsanierungen vergleichbarer Grösse. Konkret heisst das: Wenn Sie ein neues Mehrfamilienhaus, ein grösseres Einfamilienhaus oder ein Gewerbeobjekt bauen, muss die geeignete Dach- oder Fassadenfläche mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden. Massgebend ist die solare Eignung, die durch das Solarkataster des Bundes (sonnendach.ch) ermittelt wird.
Wichtig: Bestandsbauten unter 300 m² bleiben freiwillig. Eine rückwirkende Pflicht für bestehende Einfamilienhäuser besteht nicht. Mehrere Kantone gehen jedoch über die Bundespflicht hinaus.
Einige Kantone haben strengere Regelungen erlassen oder planen diese:
Die genaue Umsetzung variiert. Vor einer Bauanfrage lohnt sich immer der Blick ins kantonale Baugesetz oder eine Rückfrage bei der zuständigen Energiefachstelle.
Für bestehende Einfamilienhäuser bleibt eine PV-Installation freiwillig. Wirtschaftlich rechnet sie sich aber in den meisten Fällen — bei einer 8-10 kWp Anlage typisch in 9 bis 13 Jahren, danach läuft die Anlage 15+ weitere Jahre praktisch kostenlos. Der Mantelerlass bringt zusätzlich erweiterte Förderinstrumente:
Wer 2026 ein Neubauprojekt plant, sollte die PV-Anlage von Anfang an in die Architekturplanung einbeziehen. Spätere Nachrüstung ist immer teurer als integrierte Planung. Auch bei Dachsanierungen lohnt sich die gleichzeitige PV-Installation: Gerüst, Montage und Bewilligungen lassen sich kombinieren, was 10–20 % Kosten spart.
Die Solarinitiative ist Teil einer grösseren Energiewende. Bis 2050 soll der Anteil der Photovoltaik am Schweizer Strommix von heute rund 8 % auf über 40 % steigen. Hauseigentümer, die heute investieren, profitieren doppelt: einmal durch sinkende Stromkosten, einmal durch den steigenden Immobilienwert energieeffizienter Liegenschaften.